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Vaskuläre vs. neurogene ED: Die Ursachen verstehen

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13. Juni 2026
Vaskuläre vs. neurogene ED: Die Ursachen verstehen

Erektile Dysfunktion (ED) ist ein weit verbreitetes Problem, das Millionen von Männern weltweit betrifft. Sie ist gekennzeichnet durch die Unfähigkeit, eine Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten, die für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreicht. Obwohl ED viele Ursachen haben kann, sind vaskuläre und neurogene Faktoren zwei der häufigsten. Das Verständnis der Unterschiede zwischen diesen beiden Arten von ED ist entscheidend für eine genaue Diagnose und eine wirksame Behandlung.

Vaskuläre ED: Die Rolle des Blutflusses

Vaskuläre ED tritt auf, wenn der Blutfluss zum Penis unzureichend ist oder wenn das Blut nicht im Penis gehalten werden kann. Eine Erektion erfordert einen gesunden Blutfluss in die Schwellkörper des Penis. Wenn die Blutgefäße, die für diese Funktion verantwortlich sind, geschädigt oder verengt sind, kann es zu Schwierigkeiten bei der Erektion kommen.

Häufige Ursachen für vaskuläre ED:

  • Atherosklerose: Eine Verhärtung der Arterien, die den Blutfluss im ganzen Körper, einschließlich des Penis, einschränkt.
  • Bluthochdruck (Hypertonie): Hoher Blutdruck kann die Blutgefäße schädigen und den Blutfluss beeinträchtigen.
  • Diabetes: Hohe Blutzuckerwerte können Nerven und Blutgefäße schädigen, was zu vaskulärer und neurogener ED führen kann.
  • Hoher Cholesterinspiegel: Kann zur Bildung von Plaque in den Arterien beitragen und den Blutfluss behindern.
  • Herzkrankheiten: Erkrankungen, die das Herz-Kreislauf-System betreffen, haben oft Auswirkungen auf die erektile Funktion.
  • Rauchen: Schadet den Blutgefäßen und verringert den Blutfluss.
  • Fettleibigkeit: Trägt zu vielen der oben genannten Risikofaktoren bei.

Neurogene ED: Wenn die Nerven versagen

Neurogene ED entsteht, wenn die Nerven, die für die Übertragung von Signalen vom Gehirn zum Penis verantwortlich sind, geschädigt oder gestört sind. Diese Nervensignale sind entscheidend für die Entspannung der glatten Muskulatur im Penis und die Einleitung des Blutflusses, der zu einer Erektion führt.

Häufige Ursachen für neurogene ED:

  • Diabetes: Wie bereits erwähnt, kann Diabetes auch Nervenschäden (Neuropathie) verursachen, die die erektile Funktion beeinträchtigen.
  • Multiple Sklerose (MS): Eine chronische Krankheit, die das zentrale Nervensystem betrifft und die Nervenbahnen stören kann.
  • Parkinson-Krankheit: Eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die die Bewegung und andere Körperfunktionen, einschließlich der sexuellen Funktion, beeinflusst.
  • Schlaganfall: Kann Hirnschäden verursachen, die die Nervensignale zum Penis beeinträchtigen.
  • Rückenmarksverletzungen: Direkte Schäden am Rückenmark können die Nervenbahnen unterbrechen, die für Erektionen notwendig sind.
  • Operationen im Beckenbereich: Eingriffe wie die radikale Prostatektomie (zur Behandlung von Prostatakrebs) können Nerven schädigen, die die Erektion steuern.
  • Alkoholismus: Chronischer Alkoholkonsum kann Nervenschäden verursachen.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose der ED beginnt mit einer umfassenden Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Ihr Arzt kann auch Bluttests anordnen, um zugrunde liegende Erkrankungen wie Diabetes, Herzkrankheiten oder Hormonstörungen auszuschließen. In einigen Fällen können spezielle Tests wie ein Doppler-Ultraschall des Penis durchgeführt werden, um den Blutfluss zu beurteilen.

Die Behandlung der ED hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Für vaskuläre ED können Änderungen des Lebensstils (z. B. Ernährung, Bewegung, Raucherentwöhnung) und Medikamente wie Sildenafil (Viagra), Tadalafil (Cialis), Vardenafil (Levitra) oder Avanafil (Spedra) wirksam sein. Diese Medikamente wirken, indem sie den Blutfluss zum Penis erhöhen.

Bei neurogener ED können die gleichen Medikamente zur Verbesserung des Blutflusses eingesetzt werden, obwohl die Ergebnisse je nach Ausmaß der Nervenschädigung variieren können. Andere Behandlungen können Vakuumpumpen, Penisimplantate oder Injektionstherapien umfassen. Die Behandlung der zugrunde liegenden neurologischen Erkrankung ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten

Wenn Sie Symptome einer erektilen Dysfunktion bemerken, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann nicht nur die sexuelle Funktion verbessern, sondern auch auf zugrunde liegende Gesundheitsprobleme hinweisen, die einer Behandlung bedürfen. Ein Arzt kann Ihnen helfen, die spezifische Ursache Ihrer ED zu ermitteln und einen geeigneten Behandlungsplan zu entwickeln.

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